Francisco Franco

    Der 1892 in Ferrol, Galizien, geborene Francisco Franco Bahamonde war ein spanischer General und Politiker, der zwischen 1939 und 1975 unter dem Titel Caudillo als Staatsoberhaupt und Diktator über Spanien herrschte.

    Er führte 1936 mit konservative, monarchistische und faschistischen Kräften unter Unterstützung italienischer Faschisten und deutscher Nationalsozialisten einen militärischen Putsch gegen die demokratisch gewählte republikanische Regierung an, der einen dreijährigen Bürgerkrieg auslöste. Als überzeugter Katholik betrachtete er den Krieg und die darauf folgende Diktatur als eine Art religiösen Kreuzzug gegen anarchistische, linke und säkulare Tendenzen in Spanien. Seine autoritäre Herrschaft zusammen mit einer zutiefst konservativen katholischen Kirche sorgte dafür, dass Spanien fast vier Jahrzehnte lang von den politischen, industriellen und kulturellen Entwicklungen in Europa praktisch isoliert blieb. Er ließ in seinen Herrschaftsjahren im Zuge einer nationalistischen und traditionalistischen Doktrin Autonomiebestrebungen in den spanischen Regionen unterdrücken, mehrere hunderttausend Gegner exekutieren und rund 1,5 Millionen politische Häftlinge in verschiedene Konzentrationslager internieren.

    Francisco Franco starb im November 1975 und wurde in seiner selbst errichteten Faschistischen Gedenkstätte Valle de los Caídos beerdigt.